Critical Incident Reporting System (CIRS)

Proaktives Patientensicherheits- und Risikomanagement und gesetzliche Regelungen erfordern die Einrichtung von sogenannten Critical Incident Reporting Systemen (CIRS). Unter CIRS versteht man Fehlerberichts- und Lernsysteme, in denen vertraulich über kritische Ereignisse und Beinahe-Schäden berichtet werden kann. Die Ziele des CIRS-Charité sind:

• Lernen aus Fehlern

• Erhöhung der Patientensicherheit

• Stärkung der Sicherheits- und Lernkultur

• Erkennen systemischer Risiken

Bereits 2006 wurde das erste CIRS an der Charité etabliert. Zunächst beschränkt auf Hochsicherheitsbereiche wurde es im Jahr 2014 auf alle krankenversorgenden Bereiche erweitert.

Alle Mitarbeiter der Charité können über einen Link im Intranet von jedem Krankenhausrechner anonym und freiwillig über Ereignisse, die die Sicherheit der Patienten gefährden, berichten. Die Berichte werden dann von geschulten Moderatorenteams in Zusammenarbeit mit dem klinischen Qualitäts- und Risikomanagement analysiert und es werden Verbesserungsmaßnahmen entwickelt und umgesetzt. Die bearbeiteten Berichte werden Charité-intern veröffentlicht, so dass alle MitarbeiterInnen aus den Ereignissen und den zugehörigen Empfehlungen lernen können.

Seit 2009 beteiligt sich die Charité im Rahmen einer Kooperation aktiv am Netzwerk CIRS-Berlin und darüber hinaus seit 2010 auch am deutschlandweiten KH-CIRS-Netz Deutschland. Beide CIRS-Netzwerke ermöglichen das einrichtungsübergreifende Lernen im regionalen bzw. nationalen Zusammenhang. Das klinische Qualitäts- und Risikomanagement wählt regelmäßig besonders lehrreiche Fälle aus dem CIRS-Charité oder aus externen, einrichtungsübergreifenden CIRS aus, um diese als „CIRS-Fall des Monats“ allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zur Verfügung zu stellen.

Ansprechpartner

Melanie Jedlitschka

 

Stellvertretung:

Dr. Julia Rohe