Klinische Behandlungspfade

Klinische Behandlungspfade finden seit 2006 als Optimierungsansatz für stationäre Behandlungen an der Charité Anwendung. Deren Entwicklung, Betreuung und Weiterentwicklung wird zentral über das klinische Qualitäts- und Risikomanagement gesteuert. Ein klinischer Behandlungspfad beschreibt berufsgruppenübergreifend den Ablaufplan eines medizinischen Behandlungsprozesses unter Festlegung der zeitlichen Abfolge, der Durchführungsverantwortung, der eingesetzten Ressourcen und notwendigen Dokumentationsschritte für eine konkrete Behandlung. Die Definition der Teilprozesse und Schrittfolgen wird nach Möglichkeit auf Basis medizinischer Leitlinien und nach Kriterien der evidenzbasierten Medizin vorgenommen.


Die Entwicklung und Einführung eines Behandlungspfades ist immer dann sinnvoll, wenn das Krankheitsbild oder der Behandlungsprozess weitgehend standardisierbar ist und ausreichend häufig auftritt. Dann können Behandlungspfade für die PatientInnen und Beschäftigten der Charité zahlreiche Vorteile bieten:

• Standardisierung der Behandlung auf hohem Qualitätsniveau
• Prozessbeschleunigung
• Erhöhung der Patientensicherheit durch Einhaltung leitliniengerechter Vorgaben
• Vereinfachung der Dokumentation durch vorgegebene Angaben und Auswahlfelder
• Steigerung der Dokumentationsqualität

An der Charité sind klinische Behandlungspfade in zahlreichen Fachbereichen implementiert:
• Allgemeinchirurgie
• Gynäkologie
• HNO
• Nephrologie
• Orthopädie

 

 

Ansprechpartner

Janine Döbel