Wundmanagement

Die Behandlung unserer PatientInnen mit akuten und chronischen Wunden gehört zu den anspruchsvollen Aufgaben der Krankenversorgung. Dazu zählen die Versorgung von z.B. primär heilenden Wunden (z.B. nach chirurgischen Eingriffen) und, wenn eine Primärwundheilung nicht möglich ist, die Behandlung der offenen bzw. sekundär heilenden Wunden. Das Wundmanagement der Charité widmet sich darüber hinaus insbesondere PatientInnen mit sog. chronischen Wunden (z.B. Diabetisches Fußsyndrom, Dekubitus und Ulcus cruris), da solche Wunden für PatientInnen besonders körperlich und psychisch belastend sind. Grundlage hierfür ist der vom Deutschen Netzwerk für Qualitätsentwicklung in der Pflege (DNQP) entwickelte Expertenstandard „Pflege von Menschen mit chronischen Wunden“.

In einem interdisziplinären Ansatz sind sowohl Pflegekräfte als auch Ärzte in das Wundmanagement integriert und verfolgen dabei klare Ziele:
• Angemessene und evidenzbasierte Wundtherapie
• Einheitlichkeit in der Wundversorgung (z.B. abgestimmte Wundheilungsprodukte und einheitliche Versorgungsstandards)
• Schnelle Wundheilung
• Schonende Verbandwechsel
• Verhinderung von Wundinfektionen
• Beseitigung von Wundheilungsstörungen
• Behandlung in Bezug auf den Wundschmerz
• Schulung/ Anleitung/ Beratung des Patienten im Umgang mit (chronischen) Wunden und deren Ursachen


Eine hauseigene Wundfibel unterstützt die Kollegen auf den Stationen bei der Erreichung dieser Ziele und steigert ihre Wundversorgungskompetenz; bei PatientInnen mit chronischen und/ oder komplexen Wunden werden zusätzlich speziell ausgebildete pflegerische und ärztliche Experten zur Wundversorgung und unterstützenden Therapie hinzugezogen. Im Sinne kontinuierlicher Verbesserung folgt auch das Wundmanagement einem klaren Ablauf, der von der Wunddiagnostik (Klärung der Wundursache) über die Therapieplanung zur Kausaltherapie (Behandlung der identifizierten Wundursachen) und schlussendlichen Dokumentation und Verlaufskontrolle des patientenindividuellen Wundmanagements führt.