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Patientensicherheit

Ihre Sicherheit steht bei einem Klinikaufenthalt in der Charité – Universitätsmedizin Berlin an höchster Stelle.

Das klinische Qualitäts- und Risikomanagement unterstützt das medizinische und pflegerische Personal mit einer Reihe von Maßnahmen, die Ihrer Sicherheit und Zufriedenheit dienen.

 

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Welttag der Patientensicherheit am 17. September 2021

Bettenhochhaus, Foto: Susanne Greshake/ Charité
Logo: Copyright Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS)
Bild vom Friedrich-Althoff-Bau am Charitéplatz
Charitéplatz, Foto: Susanne Greshake/ Charité

Die Charité beteiligt sich am Welttag der Patientensicherheit

Die Charité beteiligt sich auch in 2021 am Welttag der Patientensicherheit. Sie folgt damit dem bundesweiten Aufruf des Aktionsbündnis Patientensicherheit (APS).

Unter dem Motto "Mach dich stark für Patientensicherheit sicher vom ersten Atemzug an" sind bereits vielfältige Aktionen geplant:

  • „100 km für 100% Patientensicherheit“ – Sponsorenlauf Team Centrum 7
  • Orange – die Farbe der Patientensicherheit: farbige Beleuchtung des Charité-Bettenhochhauses am 16./17.09.2021
  • Instagram Takeover – Team Klinisches Qualitäts- und Risikomanagement (KQRM) - besuchen Sie uns am 17.09.2021 hier: https://www.instagram.com/chariteberlin/
  • Neuer Flyer zur Information für Patientinnen und Patienten zum verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika  (Antibiotic Stewardship ABS)

 

Informationen und Hintergrund

Beleuchtetes Bettenhochhaus der Charité

Das Bettenhochhaus der Charité Berlin ist zum Welttag der Patientensicherheit orange angeleuchtet. Foto: Susanne Greshake/ Charité
Das Bettenhochhaus der Charité Berlin leuchtet zum Welttag der Patientensicherheit in Orange. Foto: Susanne Greshake/ Charité

Orange - die Farbe der Patientensicherheit. Die Charité hat zum Welttag der Patientensicherheit ihr Bettenhochhaus am Campus Mitte in Orange angestrahlt.

Aktionen KQRM 2021

Team KQRM 2021 Foto: Ralph Berger/ Charité

Das Team Klinisches Qualitäts- und Risikomanagement stellt seinen Beitrag zur Patientensicherheit in einem Tages- Takeover auf Instagram vor. 

Besuchen Sie uns am 17.09.2021 auf Instagram.

 

 

Aktion Antibiotic Stewardship (ABS) 2021

Antibiotic Stewardship (ABS) beschreibt ein umfangreiches Programm zum umsichtigen und verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika und Antiinfektiva bei Infektionskrankheiten.
Das Ziel soll eine gut überlegte und auf die Patientinnen und Patienten abgestimmte Antinfektivatherapie sein, die auf einem Erregernachweis basiert und nur geeignete Antibiotika mit der richtigen Therapiedauer, Dosierung und Darreichungsform einsetzt. Dadurch soll ein maximaler Effekt der Therapie erreicht werden und das Risiko für das Entstehen von Resistenzen verringert werden.

Das ABS-Team der Charité hat zum Welttag der Patientensicherheit einen Flyer mit aktuellen Informationen für Patientinnen und Patienten erstellt. 
Der aktuelle Flyer stellt das Charité-Team Antibiotic Stewardship (ABS) der Medizinischen Klinik mit Schwerpunkt Infektiologie und Pneumologie dessen Angebot vor. Das interdisziplinäre ABS-Team unterstützt und berät vor allem ärztliche Kolleginnen und Kollegen zum verantwortungsvollen Einsatz von Antibiotika und Antiinfektiva und führt regelmäßig Fortbildungen durch.

Flyer ABS für Patienten zum Download

Weitere Informationen übder das Antibiotic Stewardship (ABS) an der Charité 

Aktion 100 km für 100% Patientensicherheit

Laufteam CC7 Foto: CharitéCentrum 7 / Charité

EIn Team des CharitéCentrums für Anästhesiologie und Intensivmedizin (CC07) startet um 16:15 Uhr am Charité Bettenhaus Mitte den gemeinsamen Lauf „100 km für 100% Patientensicherheit“.

Prävention - vorbeugende Maßnahmen

Ihre Sicherheit ist das Hauptanliegen des Klinischen Qualitäts- und Risikomanagements. Ein großes Augenmerk liegt auf der frühzeitigen Erkennung Ihrer individuellen Risiken. So können vorbeugende Maßnahmen gezielt eingeleitet werden. Hierzu wurde ein Konzept nach wissenschaftlichen Erkenntnissen entwickelt, das in der Pflegepraxis der Charité Anwendung findet.

Wundliegen

  • Regelmäßige systematische Risikoeinschätzung, um das Wundliegen (Druckgeschwür/ Dekubitus) zu verhindern.
  • Einsatz von Pflege- und Kinästhetikexperten bei besonders gefährdeten Menschen
  • Einsatz von speziellen Mobilisations- und Lagerungstechniken
  • Ausstattung aller Patientenbetten der Charité mit druckverteilenden Spezialmatratzen

Sturzrisiko

  • Wenn Sie ein Sturzrisiko haben, werden spezielle Sicherheits- und Präventionsmaßnahmen geplant
  • Individuelle Maßnahmen werden mit Ihnen und Ihren Angehörigen abgestimmt
  • Sie erhalten eine Information mit Tipps zur Sturzvermeidung

Schmerzen

  • Bei vielen medizinischen Eingriffen lassen sich Schmerzen nicht gänzlich vermeiden. Durch die Einführung eines gezielten Schmerzmanagements  können Ihre Schmerzen deutlich gelindert werden.
  • Das multiprofessionelle Team arbeitet Hand in Hand
  • Pflegeexperten überprüfen regelmäßig die Qualität des Schmerzmanagements in den stationären Bereichen. Die Pflegedirektion vergibt dafür hausinterne Zertifikate. 

Hygiene

Hygiene ist eine absolute Grundvoraussetzung in der Krankenversorgung. Die Einhaltung aktueller Hygienestandards und -leitlinien ist für uns selbstverständlich.

Als Universitätsklinikum betreibt die Charité deshalb das Institut für Hygiene und Umweltmedizin, das in Zusammenarbeit mit verschiedenen Bundesinstituten (z.B. dem Robert-Koch-Institut) an der nationalen Entwicklung neuer Standards beteiligt ist. Dazu zählt z.B. auch die vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte „Aktion Saubere Hände“, welche die Verbesserung der Handhygiene zum Ziel hat.

Eine zunehmende Herausforderung stellen Patienten dar, die bereits bei der Aufnahme multiresistente Erreger (z.B. MRSA) in sich tragen. Sorgfältige Maßnahmen (z.B. Isolation) verhindern eine Keimübertragung auf andere Patienten.
 

Identifikation


An der Charité werden jährlich über 100.000 Patienten stationär von vielen Tausend Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern mit vielfältigen, komplexen Therapien behandelt. Hier besteht in einzelnen Fällen das Risiko von Verwechslungen (z.B. weil Patienten mit demselben Nachnamen behandelt werden).

Unsere Behandlungen können nur dann erfolgreich sein, wenn der richtige Patient die für ihn richtige Therapie erhält. Dafür müssen wir unsere Patienten jederzeit eindeutig identifizieren können, besonders dann, wenn sie selbst dazu nicht in der Lage sind (z.B. sedierte Patienten oder Kinder). Hierzu verwenden wir in den Notaufnahmen und bei allen stationären Patienten Identifikationsarmbänder.

Zusätzlich werden vor jeder Operation und Narkose unter anderem die Identität des Patienten, der geplante Eingriff sowie der Eingriffsort geprüft und in einer OP-Checkliste dokumentiert.
 

Medikation

Viele Patientinnen und Patienten nehmen bereits vor ihrem Aufenthalt im Krankenhaus Medikamente ein. In der Regel werden im Rahmen der stationären Therapie weitere Arzneimittel verordnet und verabreicht.

Um das komplexe Zusammenspiel verschiedener Arzneimittel zu erfassen, steht dem ärztlichen Personal eine Software zur Prüfung und Verordnung von Arzneimitteln zur Verfügung. Diese gibt gezielte Hinweise auf Wechselwirkungen zwischen Medikamenten und bietet den aktuellsten Stand des internationalen, pharmakologisch verfügbaren Wissens. Hierbei werden auch patientenspezifische Daten (z.B. Laborwerte, Größe, Gewicht, bekannte Allergien) berücksichtigt.

Dokumentation

Wenn Sie mehrere Jahre nach einem Krankenhausaufenthalt Fragen zu der damaligen Therapie haben, können wir diese Fragen nur deshalb beantworten, weil wir den gesamten Behandlungsprozess detailliert dokumentieren.

Nur durch eine kontinuierliche Dokumentation wird die stationäre Behandlung im Verlauf nachvollziehbar (wer, was, wann, warum, womit). Zunehmend setzen wir dabei auf digitale Dokumentationssysteme, damit alle an der Behandlung beteiligten Berufsgruppen und Personen jederzeit und schnell Zugriff auf relevante Informationen des Patienten haben.

Durch bessere Lesbarkeit und Struktur digitaler Dokumentation (im Gegensatz zur handschriftlichen Dokumentation) werden Fehlinterpretationen vermieden und damit die Patientensicherheit erhöht. Wenn Sie Ärztinnen, Ärtze oder Pflegekräfte vor dem Computer sehen, beschäftigen sie sich mit Ihnen und anderen Patienten.

Kooperation

Für die erfolgreiche Behandlung unserer Patienten ist das reibungslose Zusammenspiel verschiedener Berufsgruppen und Abteilungen elementar. Das Klinische Qualitäts- und Risikomanagement fördert daher mit allen Projekten und Maßnahmen immer auch die Kommunikation und Kooperation zwischen den Berufsgruppen.

Auch Patienten und deren Angehörige können durch ihre Mithilfe den Behandlungserfolg positiv beeinflussen. Dies fördern wir durch Schulungs- und Beratungsmaßnahmen. Besonders wichtig sind uns darüber hinaus Ihre Erfahrungen während des Klinikaufenthalts. Deshalb erfassen wir die Zufriedenheit unserer Patientinnen, Patienten und Angehörigen regelmäßig und nutzen die Rückmeldungen für Verbesserungen.

Patientenfürsprecher

Patientenfürsprecherinnen und Patientenfürsprecher sind von den Bezirksverordnetenversammlungen gewählte Personen, die sich unabhängig vom Krankenhaus und ehrenamtlich um Ihr Anliegen kümmern. Informieren Sie sich hierüber die Erreichbarkeit der Patientenfürsprecherinnen der Charité.